"Mit Kempinski kommt Berlin wieder"

Dr. Frederic W. Unger ließ sich von unruhigen Zeiten nicht abhalten: 1951 legte der einzig überlebende Enkel der Kempinskis den Grundstein für ein neues Hotel. Es war eine der ersten großen Investitionen im Nachkriegs-Berlin, mit der er dem Grundstück seiner Familie am Kurfürstendamm 27 neues Leben einhauchte. Der symbolische Wert für die geteilte Stadt war ein weit größerer: ein Stück Hoffnung.

1952 titelte eine Lokalzeitung anlässlich der Eröffnung des Hotels: "Kempinski heißt: Berlin kommt wieder." Zurück kam damit auch die Erinnerung an die jüdische Familie Kempinski, die von den Nationalsozialisten enteignet worden war und emigrieren musste. Das neue Hotel hat den Namen Kempinski wieder aufleben lassen und damit Berlin etwas von seiner Identität wiedergegeben. Eine Messingtafel am Eingang des Hotels erinnert an das Schicksal der Familie, "deren berühmte Gaststätte 1937 arisiert und unter Zwang verkauft wurde, deren Mitglieder umgekommen oder geflohen sind."





 

 



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